Monat: April 2016

VSB-Schulung mit Nobuyuki Kajiwara – Erste Lektion

VSB-Schulung mit Nobuyuki Kajiwara – Erste Lektion

Der erste Workshop mit Nobuyuki Kajiwara machte am Ostermontag, dem 28. März, den Auftakt zur neuen VSB-Weiterbildungsreihe. 12 Teilnehmer aus der deutschen und der französischen Schweiz trafen sich für diesen Zweck in der Albisbrunn Stiftung in Hausen am Albis, die jungen Erwachsenen die Ausbildung zu diversen Berufen ermöglicht. Die im hinteren Teil des grossen, parkähnlichen Geländes gelegene technische Werkstatt bietet die idealen Bedingungen für Workshops dieser Art. Je nach Wetter kann auch draussen vor der Werkstatt gearbeitet werden.
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Der seit in London lebende, von Terukichi Kato ausgebildete Bonsaiprofi lässt sich als Lehrer und Pfleger sowohl von Privaten wie auch von Institutionen engagieren. Entsprechend den auszuführenden saisonalen Arbeiten an Bonsai, finden seine Schulungen jeweils drei Mal im Jahr statt, im Frühjahr, Spätsommer und im Herbst.

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Mit einer Einführung in die Geschichte und Entwicklung der Bonsaikunst bis zur heutigen Form begann „Nobu“ den Theorieteil des ersten Tages. Anschliessend zeigte Nobu auf, nach welchen Gesetzmässigkeiten Bäume wachsen. Das Wissen über solche grundlegenden Prinzipien ist eine unverzichtbare Voraussetzung um authentische Baumformen auch bei unseren Bonsai herauszuarbeiten.
Im Anschluss an den für den heutigen Tag doch verhältnismässig langen Theorieteil begann er mit der Besprechung der mitgebrachten Bäume und zeigte worauf bei weiteren Arbeiten geachtet werden muss.
Fürs Mittagessen lud Juraj Marcinko die ganze Gruppe zu sich nach Hause ein. Am vielseitigen, schmackhaften Spaghetti-Buffet, vorbereitet von seiner Frau Christa, durfte sich jeder selbst bedienen. Anschliessend stand es jedem frei, einen Rundgang durch den Bonsai-Garten unseres Gastgebers zu machen, was so manchen in Staunen versetzte.

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Zurück in unserem Schulungsraum fuhr Nobu mit den Baumbesprechungen fort und es wurde mit Arbeiten begonnen.
Auf Wunsch der Teilnehmer demonstrierte Nobu nach einer vorhergehenden, kurzen theoretischen Einführung seine besonders schonende Art des Umtopfens. Dabei lässt er den Wurzelballen kompakt und bereitet ihn entsprechend den Massen der neuen Schale und der angestrebten Position so vor, dass möglichst wenig „Erde“ – womit er sowohl Erde, als auch Wurzeln meint – verloren geht. Feine wie starke Wurzeln werden mit einer scharfen Schere entlang der Form sauber beschnitten. Jeder Schnitt führt zur weiteren Verzweigung und fördert so die Entwicklung eines feinen Wurzelsystems.
Ein 1-Tages-Workshop für eine Einführung in einen anderen Umgang mit Bonsai ist etwas zu kurz. Allerdings ist die Zeitspanne bis zum nächsten Workshop auch nicht allzu lang. Bereits am 24. Juli trifft man sich erneut zu einer weiteren Lektion mit Nobu. Auf dem Arbeitsplan stehen dann: Nadelbäume umtopfen, zupfen und schneiden und das Auslichten von Laubbäumen.

Dann also bis bald!
Eure Lili

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