Monat: Mai 2016

EBA 2016 Székesfehérvár, Ungarn

EBA 2016 Székesfehérvár, Ungarn

Die alte ungarische Königstadt Székesfehérvár trägt die Fürstenfarbe «Weiss» auch in ihrem Namen, zu deutsch Stuhlweissenburg. Sie wurde anno 972 als Alba Regia gegründet und war der Stammsitz der ersten ungarischen Könige. In der hiesigen Hauptkirche wurden innerhalb von 500 Jahren 37 Könige, 39 Königinnen gekrönt und 15 Herrscher bestattet. Hier wurden die Heilige Krone und das Staatsarchiv aufbewahrt, und einst hielt auch der „Landtag“ seine Sitzungen hier ab.

Die Bonsai- und Suiseki-Ausstellung fand in Szent Istvan Muvelodesi Haz statt. Eine alte Konzerthalle mit kühlen Mauern und einem Innenhof, in dem die Eröffnungszeremonie stattfand. Nach einer 20-minütigen Taiko-Session mit japanischen Trommeln begrüssten die Gastgeber und der Sekretär der EBA alle Gäste und Aussteller mit der offiziellen Eröffnungsansprache.
Im oberen Stock des alten Gebäudes fanden gegen 70 Bäume ihren Platz. Der Blick in den Dachstock und die breiten Fenster gaben den Räumen ein Gefühl von Grösse. Im Erdgeschoss waren die Suiseki in einem sehr hellen Raum ausgestellt.
Am Freitag flogen wir nach Budapest und mit einem Shuttlebus fuhren wir nach Székesfehérvár und warteten auf Enzo, der mit der Bäumen im Gepäck so gegen 13 Uhr nachmittags angekommen war. Nachdem alle Bäume und Suiseki platziert waren, spazierten wir in dem kleinen Städtchen herum, um dann für die Eröffnungszermemonie um 18 Uhr wieder zurück zu sein.
Am nächsten Tag, fand wie gewohnt die Ausscheidung der EBA-New-Talent-Ausscheidung statt. 13 Teilnehmer traten draussen an der frischen Luft zum Wettbewerb an. Um 10 Uhr morgens war es noch angenehm, um die Mittagszeit aber verteilten die Veranstalter der Hitze wegen Wasser und es wurden Sonnenschirme  aufgestellt. Zu meiner Überraschung waren auch zwei Frauen unter den Teilnehmenden, natürlich auch unser Schweizer Kandidat Marcel Seiler. Leider reichte es ihm nicht für einen Podestplatz – aber für eine der Frauen. Die Deutsche Andrea Jurgen wurde Dritte, hinter dem Österreicher Rene Sukar und dem Gewinner, dem Niederländer Dan Snipes. Dies wurde offiziell am Galadinner verkündet zusammen mit den nominierten Bäumen. Preise erhielten Josef Valuch, für den besten Nadelbaum, eine Pinus sylvestris; Mario Pedrazetti für den besten Laubbaum, einen Dreispitzahorn auf einem Stein; René Lempel für das beste Shôhin-Display und Racz György für den beste ungarische Baum, eine Wildbirne.
Ich gratuliere Mario im Namen der VSB für die tolle Leistung – schade, dass er nicht dabei war.
An beiden Tagen zeigten Demostratoren ihr Können auf der Bühne. Am Samstag: Valentin Brose und Andrea Melloni, Deutschland; William Baddeley, England; Nik Rozman, Slowenien; Koji Hiramatsu, Japan und am Sonntag: Andrea Melloni, Deutschland; William Baddeley, England; Bartosz Koblanski, Polen; György Rácz, Sándor Papp und Gergő Schmidt aus Ungarn.
Alles im Allem war es eine tolle Erfahrung, mit wunderschönesm Wetter, hervorragendem Essen und aufgestellter Gesellschaft. Wie immer haben wir uns köstlich amüsiert und ich fand es toll dass einige zusätzliche Bonsaifreunde das Angebot für Ungarn wahrgenommen hatten. Für den nächsten EBA-Kongress, der zusammen mit der Noelanders 2017 stattfindet wird und damit das Bonsaiereignis 2017 schlechthin ist, hoffe ich auf eine grosse Zahl von Mitreisenden!
Falls Ihr Euch vorstellen könntet nächstes Jahr nach Belgien zu fahren, füllt bitte den Fragebogen aus.
Eure Melanie

Reise nach Genk

Die beiden letzten EBA-Kongresse fanden weit entfernt von der Schweiz statt. Nichts desto trotz flog eine kleine Schweizer Delegation hin, und auch Schweizer Bäume fanden ihren Weg nach Vilnius, Litauen, und Székesfehérvàr, Ungarn.

Der kommende EBA-Kongress wird im Winter stattfinden, an der wohl berühmtesten Bonsai-Ausstellung Europas: in Genk, Belgien, anlässlich der 18ten Auflage der Noelanders Trophy.

Noelanders Trophy XVIII

Auch diesmal wird die VSB  mit einer Schweizer «Delegation» hinfahren und, wer weiss, vielleicht stösst ein Anlass in dieser Grössenordnung auf mehr Interesse und es könnten diesmal einige Leute mehr sein…

Wir möchten, wissen ob Du ebenfalls Interesse hättest, mitzufahren. Wenn sich genügend Interessierte melden, werden wir die Anreise mit einem Bus organisieren.

Danke für Deine Rückmeldung.

Optimization WordPress Plugins & Solutions by W3 EDGE