Monat: Januar 2017

Persönlicher Kommentar von Nobu

Man sagt in Japan, dass die Ausübung der Bonsaikunst den Praktizierenden drei unterschiedliche Ebenen der Freude bereitet, nämlich:

  1. Die Freude einen neuen Bonsai aus unterschiedlichen Ausgangspflanzen zu kreieren
  2. Die Freude mit den Bäumen zu interagieren während der Weiterentwicklung und Verbesserung der Bonsai durch tägliche und saisonale Arbeiten.
  3. Ästhetischer Genuss von reifen Bonsai in Ausstellungsaragment.

Es ist mein Eindruck, dass in der europäischen Bonsaiszene der Hauptfokus bisher vor allem auf dem ersten Punkt lag und dass bisher wenig getan wurde um den zweiten und dritten Aspekt der Bonsaikunst anzusprechen und zu lehren.

Ich hoffe, dass der vorgeschlagene Workshop hilft, die aktuelle Situation zu verbessern und den Bonsaigenuss in der Schweiz zu bereichern.

Einen Hinweis richte ich jeweils an die Teilnehmer meiner Workshops:
„Ich persönlich kann nur darauf hinweisen, dass Bonsai ein endloser Prozess einer kontinuierlichen Entwicklung ist und dass die Studenten aus den an den Workshops jährlich wiederholten Informationen nur diejenigen Auskünfte übernehmen, welche auf der jeweiligen Ebene ihres Verständnisses von Bonsai zur gegebenen Zeit sind.

So kann es sein, dass ich mich jedes Jahr wiederhole (natürlich lerne auch ich dazu und bringe ebenfalls meine neuen Erfahrungen und Tipps ein, die ich von anderen gelernt habe) und dennoch lernen die Teilnehmer jedes Mal wieder andere Dinge. Wenn die Workshops für sie keine nützlichen Informationen und neues Wissen mehr bereithalten, das sie auf ihrem Bonsaiweg weiterbringt, dann ist es Zeit, damit aufzuhören. Bis zu diesem Zeitpunkt aber freue ich mich darüber, mit den Teilnehmern das zu teilen, was ich von Bonsai gelernt und verstanden habe. “

Ziel und Inhalt des Kurses ist das Erarbeiten eines vertieften Verständnisses der Bonsaientwicklung und Pflege in Theorie und Praxis.

Mehr info zu der Weiterbildung

Nobuyuki Kajiwara – Ein Portrait

Nobuyuki Kajiwara wurde am 19. März 1951 in Fukuoka, Japan geboren. Er studierte Sprachen des Mittleren Ostens und Literatur an der Universität von Osaka, dann an der Rijks Universität in Leiden, NL. Von 1973 – 1978 lebte er in Holland, dann von 1978 – 1983 in England, wo er unter anderem für das Rotterdam Office of the Osaka Prefectural Government, das holländische Tourist Office und für einen japanischen Reiseveranstalter tätig war.
Er reiste viel in Europa – geschäftlich und auch privat.
1983 kehrte er nach Japan zurück und arbeitete für das Tokyo Office of the City and Port of Rotterdam. 1984 organsiete er ein grosses Japan Festival in Rotterdam, eine Bonsai-Ausstellung war Teil des Anlasses. Hier bekam er seine erste Einführung in die Welt der Bonsai und hier lernte er seinen zukünftigen Meister, den verstorbenen Terukichi Kato, den jüngeren Bruder von Saburo und Hideo Kato kennen.

1986 begann er eine Vollzeit-Lehre bei Terukichi Kato, Mansei-en Shiten.
1991 schloss er seine Bonsai-Ausbildung ab mit dem Diplom ab (Diplom von der Japanischen Kooperative der Professionellen Bonsai Gärtnereien).
1991 kehrte er nach England zurück, um eine Bonsai-Laufbahn in Europa zu beginnen. Seit 1992 ist er Chef-Instruktor an der Bonsai-Universität in Parabiago, Mailand.


1993 bekam er an der IGA (Internationale Gartenschau in Frankfurt) eine Goldmedaille für die Bonsai-Ausstellung, die er mit seinem Kunden Helmut Rueger von Bonsai Rueger durchführte.
1995 Bonsai-Ausstellung im Schloss Buedigen, 1995 und die “Palmengarten Botanische Garten Ausstellung in Frankfurt 1998, Gefolgt von einer sehr erfolgreichen Bonsai Auktion für Sotheby’s in London 1990.
Er hat sich seither in London niedergelassen, Er führt weiterhin als Chef Instruktor und künstlerischer Leiter das Crespi Bonsai Museum in Italien. Er Pflegt private Bonsai Sammlungen, er stellt Bonsai für Clients aus, ausserdem ist er mit der Pflege der Bonsaisammlung des königlichen Botanischen Gartens von Kew beauftragt.

Infos zu Weiterbildungsreihe

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